Nach zwei Tagen Abstinenz erfreuen wir euch mit neuen Einträgen im Blog. Hier sei nochmals darauf hingewiesen, dass wir Urlaub machen und daher nur bloggen, wenn es die Zeit zulässt und wir nicht im Gefängnis sitzen. Wir schweben nämlich ständig in dieser Gefahr, weil entweder die Tempolimits oder aber die Geldwäschegesetze zu Problemen führen könnten. Bisher hatten wir aber Glück.
Vorgestern sind wir aus St. George in Richtung Zion Nationalpark gefahren. Dieser liegt in Utah dem Mormonenstaat. Der religiöse Name des Parkes hängt anscheinend mit der Konfession des Bundesstaates zusammen. Dieser Park besteht aus einem Tal, welches von einem Shuttlebus erschlossen wird. Dieser Busverkehr wurde 2000 eingeführt, um die Umweltverschmutzung in Grenzen zu halten. Die Busse halten an mehreren Stationen von denen diverse Wandertouren beginnen. Wir entschieden uns für die zweitlängste und zweithöchste Wanderung. Diese bedeutete, dass wir einen Höhenunterschied von 655 Meter auf 4 Meilen (6,4km) bewältigen mussten. Das heißt, dass es auf dem gesamten Weg keine Möglichkeit zu Entspannung gab, da wir uns wie die Radfahrer bei der Tour de France in Serpentinen den Berg hinaufquälten.
Der Chemnitzer Jan Ullrich konnte sich aber früh vom Feld absetzen, da die erfahreneren Fahrer mit den Videowagen haderten. Im Laufe der Zeit erhielt er aber Unterstützung von seinem Wasserträger, der mit ihm gemeinsam den Gipfel erklomm. ![]()
Den Anstieg bewältigten zwei Helden relativ schnell und konnten so die grandiose Ausblick auf das Tal des Zion Nationalparks geniesen. Bedauerlicherweise sahen sie schon das Unheil aufziehen – eine Regenfront. Als dann schließlich die alten Herren mit 30 Minuten Verspätung oben ankamen, hatte es sich auf dem Bergmassiv schon eingeregnet. Glücklicherweise schlugen keine Blitze ein. So konnte der Abstieg bei Dauerregen gemeinsam begangen werden. Unten angekommen, waren alle vier Bergbezwinger durchgeweicht.
Während die Kleidung im Hotel in St. George relativ problemlos trocknete, sollte sich der Inhalt des Portemonnaies als widerspenstiger erweisen. Der Reiseleiter versuchte es mit der Mikrowelle. Während der 1 Dollarschein problemlos trocknete, schlug das Trockengerät beim anschließenden Geldstapel gnadenlos zu und verkohlte einen dicken Stapel Geld. Da er sich schämte, schmiss der Pechvogel die Überreste in den Müll. Als wir ihm mitteilten, dass man verbranntes Geld auch in Banken umtauschen kann, besann er sich einen besseren und schickte seinen jüngsten Nachfahren in den Container, um nach den Wertsachen zu fahnden. Als er sie schließlich fand, wurde ihm ein großer Teil des verkohlten Geldes als Finderlohn zugesprochen, der dann im Casino umgesetzt werden sollte. Das verkohlte Geld sollte dort gewaschen werden, was bisher aber nur bedingt klappte, da Fortuna bisher nicht auf der Seite der Goldbergs stand.
Bevor es aber an den Roulettetisch ging, hieß es das Valley of Fire – einen State Park – zu besuchen. Dieser liegt Las Vegas am nähesten und beinhaltet diverse Attraktionen, die auch in anderen Nationalparks zu finden sind – allerdings in einer verkleinerten Form. Ich vermag jetzt nicht auf jede einzelne Felsformation einzugehen, verweise aber auf die Bilder, die nach der Mormonenkirche und den Regenbögen beginnen. Als Ergänzung sei noch gesagt, dass dieser Park als Drehort für mehrere Hollywoodfilme fungierte.
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