Eigentlich sollen unsere Autofahrten ja unter uns bleiben, aber der heutige Tag änderte einiges. So muss ich meiner Chronistenpflicht treu bleiben und kurz berichten.
In Amerika gibt es ja für uns Deutsche ungewohnte Dinge. Eine der schlimmsten Einschränkungen stellt das Tempolimit auf den Autobahnen dar. Während die eine Fraktion unserer Reiseleiter zur Vorsicht mahnt, wähnte sich die andere Seite bisher in Sicherheit und gab munter Gas. Da wir heute 1.000km fahren mussten, war dies eigentlich ein guter Gedanke. Bedauerlicherweise sah das ein Sheriff anders. Denn plötzlich blinkten hinter uns blau-rote Sirenenlichter und wir stoppten auf der Autobahn mitten in Nebraska. Dort erklärte der diensthabende Polizeibeamte, dass wir in einer 75 Meilen Zone mit 96 Meilen gemessen wurden (im 120er Bereich sind wir 155 gefahren). Da unser Reiseleiter ein aufmerksamer Spiegelonline Leser ist, befürchtete er schon die gesamte Reise das schlimmste – einen Besuch im Knast und mahnte dies bei jeder Fahrt bildhaft an. Wir hatten zwar noch nicht die Nummer der deutschen Botschaft herausgesucht, aber immerhin schon Wasser und eine frische Unterhose bereitgelegt, als der Polizeibeamte den Delinquenten ins sein Auto abführte. Das Glück im Unglück war, dass die Gesetze in Nebraska nicht ganz so streng sind und der Raser mit einer Strafe von 125$ plus 48$ Verwaltungsgebühr davonkam. Danach war es im Auto relativ ruhig und wir fuhren genau nach Tempolimit.
Bis zum nächsten Urlaub, werden sich wohl alle Fahrer an das Tempolimit halten.
p.s. Interessant ist, dass der Sheriff uns bei Meile 100 gemessen hat. Wir wurden allerdings erst bei Meile 113 gestoppt. Daher kam die Ausrede: “Ich habe nicht auf den Tacho geschaut” nicht ganz so gut an. Der Polizist musste ziemlich rasen, um uns überhaupt einzuholen.
p.p.s. Morgen wird Niels noch berichten wie er das Casino in Reno abgezockt hat und wir werden beide in den nächsten Tagen noch ein Fazit des Urlaubs ziehen.